Im Bipperamt
Tageswanderung vom 6. Februar 2025
Für einmal herrscht nicht blauer Himmel. Das ist zwar fast normal im Mittelland. Grauer Hochnebel und eine zügige Bise empfängt wandervariationen in Attiswil. Niemand hat Zeit und Interesse uns einen Startkaffee zu brauen. Also geht es gleich zur Sache. Der steile Aufstieg lässt die Glieder sogleich erwärmen. Die Sicht reicht nicht bis zur Autobahn, hören kann man sie trotzdem gut. In Wiedlisbach entsteht das erste Demenzdorf der Schweiz mit Namen Juradorf, eine Idee die ihr Vorbild in Amsterdam hat. Mitten durch das ehemalige Altersheim führt der Wanderweg in Richtung Oberbipp.
2011 störte sich ein Bauer an einem grossen Stein auf seinem Acker. Daraus entwickelte sich eine mittlere Sensation. Der archäologische Dienst entdeckte eines der besterhaltenen Kollektivgräbern der Schweiz. Nachforschungen datierten es ins 4. Jh. v. Ch. Hier, neben der Kirche von Oberbipp, kann es nun bewundert werden.
Langsam meldet sich der Hunger. Zum Glück erscheint nach der Querung des Dorfes eine Waldhütte, der perfekter Platz zum Pic-Nic. Nicht lange dauert der Mittagshalt, zu kalt zeigt sich der Oberaargau heute. Durch den Längwald, der seinem Namen zu recht hat, schlängelt sich der Weg in vielen Kehren und Windungen bis zum Tagesziel Bannwil.
Das Restaurant La Marmite steht genau am richtigen Ort um sich bei einem gluschtigen Dessert Körper und Geist auf zu wärmen. Der freundliche Empfang und Bedienung lässt das unfreundliche Wetter vergessen. Auch darum bleibt der Wandertag in guter Erinnerung.
6. Februar 2025 / Hans-Peter Truttmann; Bilder: Hans-Peter Truttmann
