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B-TW 241 / 2026, Höhenweg Schwarzsee

Tageswanderung vom 26. Juni 2026


Buvetten, Bergahorne und Blumen

«Bei dieser Hitze geht ihr wandern?» – Diese Frage wurde uns im Vorfeld mehrmals gestellt. Ja, trotz Hitzewarnungen und «heissen» Prognosen machten wir uns auf den Weg. Tatsächlich hatten sich einige Teilnehmende noch abgemeldet, teilweise wegen der angekündigten hohen Temperaturen. Am Schluss liessen es sich sieben Unverzagte und ein Wanderleiter nicht nehmen, die zweite Etappe des Höhenwegs rund um den Schwarzsee unter die Füsse zu nehmen. Und wir waren bei Weitem nicht die Einzigen: Das Freiburger Transportunternehmen TPF setzte sogar einen zusätzlichen Gelenkbus ein, um die zahlreichen angemeldeten Gruppen zum Schwarzsee zu bringen.

Ein kleines Zugeständnis an die Hitze machten wir dennoch. Wir kehrten die ursprünglich geplante Marschrichtung um und liessen uns gleich zu Beginn mit dem Sessellift der Kaisereggbahnen auf die Riggisalp bringen. So ersparten wir uns den happigen Aufstieg zu Beginn der Wanderung.

Nach dem Startkaffee auf der Riggisalp machten wir uns in Richtung Euschelspass auf den Weg. Zunächst führte die Route ohne grosse Höhenunterschiede auf einer angenehmen Alpstrasse dahin. Trotz des strahlenden Sonnenscheins war die Hitze noch gut erträglich, da ein frischer Wind wehte.

Bei der Alphütte mit der Buvette Untere Euschels führte der Weg zunächst hinunter zum Bach, bevor der erste Anstieg zum aussichtsreichen Stierenberg begann. Von dort ging es wieder hinunter ins nächste Seitental, den Breccaschlund. In der Nähe der Alphütte St. Antoni machten wir im Schatten eines mächtigen Bergahorns Mittagspause und genossen anschliessend einen Kaffee in der Buvette der Alphütte. Gerade dort gibt es viele sehenswerte, alte Bergahorne, die schon allein einen Ausflug in den Breccaschlund wert sind.

Danach wanderten wir talauswärts bis zur Steinigen Rippa, wo sich ebenfalls eine Alphütte mit Buvette befindet. Der folgende Abschnitt ist als Bergweg eingestuft. Über einen ruppigen Pfad stiegen wir zur Flueweid auf, bevor es auf steilen Treppen im Zickzack wieder bergab ging. Durch den Wald erreichten wir das Tal Recardets. Auch hier erfreuten wir uns an der reichen Blumenpracht entlang des Weges.

Schon bald begann der steile Abstieg hinunter zum Schwarzsee. Ein weiteres Mal waren wir froh, dass wir uns diesen Weg, der ursprünglich als Aufstieg vorgesehen gewesen wäre, erspart hatten. Etwas oberhalb des Weges entdeckten wir noch die Alp Unter Recardets – auch dort lädt eine Buvette zur Einkehr ein.

Auf der Terrasse des Hotels Bad am Schwarzsee liessen wir den gelungenen Wandertag gemütlich ausklingen. Es war heiss. Aber einigermassen erträglich.

Im Juni 2026 / Simon Johner; Bilder: Simon Johner 

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