Tageswanderung vom 12. Juni 2026
Suonenwanderungen gelingen immer
Es kann eigentlich kaum etwas schiefgehen, wenn man den Walliser Wasserleitungen folgt. Das gilt auch für diese Tageswanderung über die Sprachgrenze. Dieses Mal starteten wir im französischsprachigen Teil des Wallis, in Venthône oberhalb von Sierre. Kaum dem Bus entstiegen, konnten wir bereits dem Bisse Neuf oder Bisse Bénou, wie die Suone hier ebenfalls heisst, folgen.
Angenehm und mit nur leichten Steigungen wanderten wir dem entgegenfliessenden Wasser entlang und erfreuten uns an der vielfältigen frühsommerlichen Flora. Besonders das Rote Waldvögelein stand gerade in grosser Zahl in Blüte. Informationstafeln entlang des Weges vermittelten zudem Interessantes über die Suonenwirtschaft und die Natur dieser Region.
Nach der Überquerung der Raspille änderten sich nicht nur die Fliessrichtung des Wassers, sondern auch die Bezeichnungen. Nun folgten wir der Grossi Wasserleitu beziehungsweise der Suone von Varen. Wiederum führte uns der lauschige Wasserlauf hoch am Hang entlang, meist angenehm beschattet von Laubbäumen und Föhren.
Beim Weiler Taschoniere oberhalb von Varen begann der dritte Teil der Wanderung, der dann doch noch etwas Schweiss kostete. Zunächst galt es einige Höhenmeter zu überwinden, bevor wir um die Varner Leitern herum ins Dalatal gelangten. In einer eindrücklichen Felswand verläuft hier ein spektakulärer Weg, der zunächst hinunter und anschliessend wieder aufwärts führt. Über blumige Bergmatten erreichten wir schliesslich das Dorf Inden, das erstaunlicherweise bis heute eine eigenständige Gemeinde geblieben ist.
Die Wartezeit auf den Bus nach Leuk nutzten viele zum Ausruhen, während andere die Kirche und die Kapelle des hübschen Dorfes besichtigten.
Im Juni 2026 / Simon Johner; Bilder: Simon Johner
