Mühleberg – Verkehr und Energieproduktion im Wandel
Tageswanderung vom 5. Januar 2026
Für die erste Wanderung im neuen 2026 reisen wir nicht zu weit weg von der Bundesstadt. Im Westen liegt ein interessanter Teil Berns der unscheinbar zwischen Aare und Saane eingeklemmt ist. Und sogar ein Restaurant hat es, das am Montag geöffnet ist! Eine Seltenheit!
Nach Kaffee und Züpfe, den grosszügigen Spendern sei gedankt, startet die erwartungsvolle Gruppe ins Abenteuer. Gut begehbare Wege leiten zum Wasserkraftwerk Mühleberg, am westlichen Ende des Wohlensees.
In der Trinkpause wird die Geschichte der Entstehung des einst grössten Wasserkraftwerkes Europas studiert. Ruhig fliesst die Aare rechts des Weges ihrer nächsten Aufgabe zu: der Kühlung des AKW. Das war einst so, heute stehen die Reaktoren still, 2019 wurde dem Kraftwerk der Stecker gezogen, nun wird das Ganze zurückgebaut. Als Mittagsrast bietet sich ein Rundgang durch die Ausstellung im Besucherzentrum an. Zugleich eine willkommene Aufwärmung.
Immer mehr zeigt sich nun auch die Wintersonne. Noch einmal Schattenwandern bis zum Saanesteg, ab da ist die Sonnenbrille gefragt. Wolkenlos der Himmel, Pulverschnee unter den Sohlen, so geht wandern im Winter! Dann doch noch eine Herausforderung mit dem steilen Aufstieg zum Riedächer, kurz aber heftig! Achtung Stechgefahr, aber auch den Bienen ist es zu kalt. Runter durch den Chatzestyg und schon kommt die Bahnlinie in Sicht. Auch der definitiv letzte Aufstieg zum Perron meistern alle mit Bravour und sogar ein paar letzte Sonnenstrahlen finden den Weg in den Bahnhof.
Eine unfallfreie Wanderung geht zu Ende.
Ich freue mich schon auf die nächste Entdeckung mit euch.
Im Januar 2026 / Hans-Peter Truttmann; Bilder: Hans-Peter Truttmann, Gaby Strahm
