Eine Dreiecks Geschichte aus Stein

Tageswanderungen vom 14. Oktober 2021


Schöner kann ein Herbsttag nicht sein, und wenn man dann noch Wandern darf – Herz, was begehrst du noch mehr! Toblerone ist angesagt – nicht die Süsse, eine aus Stein! Vor und während dem 2. Weltkrieg baute die Schweiz ihr Abwehrdispositiv an ihren neuralgischen Punkten. Dazu gehörte eine Linie vom Jura bis zum Genfersee. Bunker – offensichtliche und getarnte – wurden hingestellt. Und eben dreieckige Betonblöcke zur Panzerabwehr. 2700 sollen es gewesen sein. Heute gelten die Sperrstellen als militärische Denkmäler.

Manchmal links, manchmal rechts dieser ehemals 17 Km langen «Betonschokolade» schlängelt sich der abwechslungsreiche Wanderweg. Zuerst der Serine, später der Promenthouse entlang. Unterführungen die nur bei Niedrigwasser begehbar sind. Sind die Villen Vert und Rose bewohnt oder nur Attrappe? Wir wissen es jetzt – es sind getarnte Bunker. Die Villa Rose beherbergt heute ein Sperrstellen Museum. Beim stillgelegten Wasser-Kraftwerk fragt man sich, woher denn das Wasser für die Turbinen kam?! Und dann, wie aus dem Nichts taucht der Genfersee auf. Ein paar Sonnenhungrige geniessen die Sonne, hartgesottene schwimmen im 15.5 grädigen See.

Den Abschluss des interessanten Wandertages bildet das Schloss Prangins mit seinem grossen, jetzt herbstlichen, Garten.

 

14. Oktober 2021 / Hans-Peter Truttmann


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