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B-TW 217 / 2025, Chestenberg

Chestenberg

Tageswanderung vom 23. Juli 2025


Wildes Obwalden

Der Chestenberg hat nichts mit Kastanien zu tun. Der Hügel im Aargau ist nach dem alemannischen Wort «Castellum» für Burg benannt. Schon beim ersten Anstieg sieht man das erste Schloss, die Wildenstein auf der anderen Talseite. Nach dem Mittagshalt auf einem sehr gut eingerichteten Picknickplatz mit Brunnen und WC geht es langsam aufwärts zur Burg Brunegg, die im Privatbesitz ist. Sie steht auf einem Felsen, der mit einem tiefen Wallgraben vom restlichen Berg abgeschnitten ist. Der Sage nach soll es von dieser Spalte her einen engen Gang bis zum Schloss Wildegg geben. Ein wagemutiger Bursche habe seinen Hahn in diese Kluft gelassen und er soll nach 3 Tagen in der Küche der Wildegg aufgetaucht sein.

Der Chestenberggrat ist steinig und anstrengend. Der Wald wurde aber schon lange der Natur überlassen und alte Bäume und viel Moos prägen den Wegrand. Hie und da ahnt man auch das Felsband auf der rechten Pfadseite, auch hilft eine montierte Kette über eine schwierige Passage. Hier oben wurde im letzten Jahrhundert eine Siedlung mit fünf bis sieben Häusern aus der Bronzezeit entdeckt, die Umrisse wurden nach den Grabungen farbig markiert und sind gut sichtbar. Die Menschen damals betrieben Viehzucht und Ackerbau, die Siedlung bestand über 400 Jahre lang.

Nach einem kurzen Abstieg steht man plötzlich vor dem prächtigen Schloss Wildegg. Im Bistro finden sich kühle Getränke und feine Glace für alle. Kurz geht es dann noch durch das Dorf zum Bahnhof und wieder einmal verabschiedet sich eine fröhliche Schar, um den Zug nach Bern zu nehmen.

Im Juli 2025 / Yvonne Blöchliger; Bilder: Yvonne Blöchliger

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